Ehrensymposium für Dr. Reiner Zilkenat (20. Mai 1950 – 26. Februar 2020)

Kein Schlussstrich! Der Aufstieg des deutschen Faschismus und der antifaschistische Widerstand“

Ehrensymposium für Dr. Reiner Zilkenat (20. Mai 1950 – 26. Februar 2020)

Am 26. Februar 2020 verstarb der langjährige Vorsitzende des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Dr. Reiner Zilkenat. Er amtierte von 2011-2018 und leistete während dieser Jahre durch seine Publikationen und Aktivitäten sowie durch Symposien und deren Publikation einen bedeutenden Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung unseres Förderkreises. Sein Hauptaugenmerk galt dabei immer der Aufklärung über die Bedingungen und historisch-politischen Entwicklungen, die den Weg in die Diktatur des Hitlerfaschismus begünstigten ebenso über die politisch Handelnden, die den Aufstieg der NSDAP förderten. Und Reiner Zilkenat verlor nie aus dem Auge, wer sich – letztlich ja vergeblich – dem Faschismus in den Weg stellte. Unermüdlich sprach er darüber auf Veranstaltungen und Abenden und in Vorträgen, um die gewonnenen Erkenntnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Er war ein Historiker, ein Didaktiker und ein Aufklärer, der unbedingt verhindern wollte, dass im vereinten Deutschland ein Schlussstrich unter die zwölf Jahre der Nazidiktatur und ihrer Nachwirkungen gezogen würden.

Ihm zu Ehren veranstaltet der Förderkreis ein Symposium mit dem Titel

Kein Schlussstrich! Der Aufstieg des deutschen Faschismus und der antifaschistische Widerstand“

am Samstag, d. 12. November 2022 von 14-18 Uhr in der Bibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Straße der Pariser Kommune 8a, 10243 Berlin, gegenüber des Ostbahnhofs.

Am 20.02.2022, wenige Tage vor seinen Ableben, führte die Koordination “Unvollendete Revolution 1918/19”, ein Interview mit Reiner Zilkenat zur Vorbereitung der Kundgebung “100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik – Massenstreik gegen Faschismus und Militarismus” am 14. März 2020 und fragten ihn: Wer waren die Putschisten und ihre Hintermänner?
Kamera, Ton und Bearbeitung: Ingo Müller

Beiträge haben bisher zugesagt:

Dr. Stefan Bollinger (Politikwissenschaftler/Historiker, Berlin)

Prof. i. R. Dr. Peter Brandt (Historiker, Berlin/Hagen)
FernUniversität in Hagen
Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften

Dr. Holger Czitrich-Stahl,

“Stichwortgeber, Wegbereiter, Steigbügelhalter – Die Mitverantwortung des Konservatismus für die Zerstörung der Weimarer Republik durch den Faschismus.”

Lehrer/Historiker Glienicke/Nordbahn

Vorsitzender des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung e.V. Berlin, Redakteur der “Arbeit – Bewegung -Geschichte”.

Dr. Stefan Heinz

“Der Berliner Metallarbeiterstreik 1930. Zur im Jahr 1989 in Berlin-Ost verteidigten Dissertation von Reiner Zilkenat”

Politikwissenschaftler und Historiker; Mitherausgeber der Buchreihe »Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration« im Berliner Metropol Verlag

Benedikt Hopmann

“100 Jahre Streik gegen den Rathenaumord”

Rechtsanwalt, Berlin, Mitherausgeber der Buchreihe WIDERSTÄNDIG und politischer Aktivist. Mitglied der IG Metall, der VVN-BdA, VDJ, IALANA und DIELINKENeukölln.

http://www.kanzlei72a.de/ https://widerstaendig.de

Simona Schubertova

„Privatmann Reiner Zilkenat“

(Dahlwitz-Hoppegarten),gebürtige Tschechin die inzwischen 35 Jahre in Deutschland lebt(die tschechische Staatsbürgerschaft hat, da auch Tschechien in der EU ist) und ist in Prag geboren.

Dr. Harald Wachowitz (Historiker/Erwachsenenbildner, Berlin)


Buchvorstellung:

“Reiner Zilkenat”

Dieser Gedenkband ist dem Leben und Wirken des marxistischen Historikers Reiner Zilkenat gewidmet und erschien in der “edition-bodoni”

Foto: edition-bodoni